Energielabor

Das Energielabor dient der Ausbildung von Studierenden und wird im Rahmen der experimentellen Gebäudeausrüstung von Bachelor- und Masterstudenten genutzt. Weiterhin werden Bachelor- und Masterarbeiten – auch in Verbindung mit externen Forschungsprojekten –verwirklicht.
Themenbereiche
Folgende Themenbereiche werden im Rahmen der oben genannten Tätigkeiten im Energielabor bearbeitet:
- SmartTOM
- Energiedesign
- dynamisches ganzheitliches Energiemonitoring
- Entwicklung von regenerativen Energieversorgungskonzepten
- Entwicklung von nachhaltigen Gebäudekonzepten
- Energieeffizienzsteigerung von Gebäuden und Anlagen
- Kennwertermittlung von Gebäuden und Anlagen
- Entwicklung von dynamischen Prozessabbildern von Gebäuden
- Betreuung der Weiterbildungsmaßnahme „Sachverständiger Energie- und Umwelttechnik“
- Scan2BIM4FM
Informationen
- Flusswasserwärme: Konzepte und Potenziale zur Nutzung von Flusswasserwärme für Nahwärmenetze und urbane Quartiere
- Kommunale Wärmeplanung: Einfluss auf Sanierungsstrategien in innerstädtischen, hochverdichteten Quartieren
- BACtwin in öffentlichen Gebäuden: Effekte der digitalen Gebäudezwillinge auf Betrieb, Transparenz und Effizienz
- Abwärmenutzung: Integration von Abwärme aus Kompressionskälteanlagen zur Unterstützung kalter Nahwärmenetze
- Klimawandel & Überflutung: Auswirkungen veränderter Starkregenereignisse auf Immobilien und deren Überflutungsnachweise
- Bilanzkreise für erneuerbaren Strom: Auslegung regenerativer Stromnutzung für Quartierskonzepte und gemischte Gebäudestrukturen
- Windkraft im urbanen Raum: Planung, Genehmigung und Wirtschaftlichkeit kleiner und mittlerer Windkraftanlagen im Stadtgebiet
- §71a GEG: Umsetzungskonzepte zur Nachrüstung von Gebäudeautomation zur energetischen Betriebsoptimierung
Energieberaterinnen und Energieberater leisten einen wichtigen Beitrag zur energetischen Optimierung von Gebäuden und zur Inanspruchnahme staatlicher Förderprogramme – sowohl für private Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer als auch für Unternehmen. Um offiziell tätig werden zu können, ist ein Eintrag in die Energie-Effizienz-Expertenliste (EEE-Liste) erforderlich. Dieser setzt den Erwerb bestimmter Qualifikationen und Zertifikate voraus.
Studierende der Hochschule Mainz haben die Möglichkeit, die hierfür notwendigen Qualifikationen im Rahmen speziell konzipierter Module zu erwerben. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten sie sämtliche Nachweise, die für die Eintragung in die EEE-Liste benötigt werden. Für die Ausstellung der Zertifikate fällt eine einmalige Gebühr in Höhe von 50 € an.
Der ausgefüllte Antrag + Anmeldung, sowie alle Nachweise sind an folgende Mail zu senden: …….
Studierende der Hochschule Mainz haben im Rahmen ihres Bachelorstudiums die Möglichkeit, sich gezielt auf die Tätigkeit als Energieberaterin bzw. Energieberater vorzubereiten. Nach Abschluss des Studiums und erfolgreichem Absolvieren der erforderlichen Module kann eine Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste (EEE-Liste) für Wohngebäude erfolgen.
Folgende Module sind dafür verpflichtend zu absolvieren:
- Mess-, Steuer- und Regelungstechnik
- TGA-Anlagentechnik
- Physikalische Grundlagen der Gebäudetechnik
- Bauphysik
- Gebäudeautomation / Haustechnik
- Energieberatung für regenerative Energien (Wohngebäude)
Mit dem erfolgreichen Abschluss dieser Module erwerben die Absolventinnen und Absolventen alle notwendigen Qualifikationen und Nachweise für die Listung als Energieeffizienz-Expertin bzw. -Experte im Bereich Wohngebäude.
Masterstudierende der Hochschule Mainz können sich gezielt für eine Tätigkeit als Sachverständige bzw. Sachverständiger im Bereich Energieberatung qualifizieren. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums und der relevanten Module ist eine Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste (EEE-Liste) für Nichtwohngebäude möglich.
Folgende Module sind dafür verpflichtend zu absolvieren:
- Energie- und Umweltmanagement
- Design technischer Anlagen
- Lebensdaueranalyse
- Vergabe- und Vertragswesen
- Bausysteme und Gebäudeverhalten
- Bauphysik – Energieoptimiertes Bauen (Nichtwohngebäude)
- Experimentelle Energiekonzepte (Nichtwohngebäude)
Mit dem erfolgreichen Abschluss dieser Module erwerben die Absolventinnen und Absolventen alle erforderlichen Qualifikationen für die Listung als Energieeffizienz-Expertin bzw. -Experte im Bereich Nichtwohngebäude gemäß den Vorgaben des BAFA und der dena. Damit sind sie berechtigt, Förderprogramme des Bundes wie die „Bundesförderung für effiziente Gebäude – Nichtwohngebäude“ (Effizienzhaus/Einzelmaßnahmen) beratend zu begleiten.
Ausstattung
- Teil- und Vollklimaanlage
- Kontrollierte Wohnraumlüftung
- Modulsatz Trinkwasserinstallation
- Heizungstechnik inklusive SmartTOM
- Heizungsregelung
- Kombi-Gastherme
- KNX-Schulungskoffer
- Thermografiekameras
- Temperatur- und Feuchtemessgeräte
- Flügelrad- und Hitzdrahtanemometer
- Oszilloskope, Schaltnetzteile und weitere elektrotechnische Ausrüstung (zusammen mit dem Labor für Physik)
- Grundausstattung zur Messung von Schall- und Erschütterungseinwirkungen: Frequenzanalysator, Schallpegelmesser, Normhammerwerk, Beschleunigungsaufnehmer (zusammen mit dem Labor für Physik)
- Grundausstattung meteorologische Sensorik, externe meteorologische Station (zusammen mit dem Institut of Innovative Structures, Mainz)
Projekte bzw. Drittmittelforschung mit Beteiligung des Energielabors
Entwicklung eines Reallabors anhand des LUX-Pavillon der Hochschule Mainz
- Pilotprojekt: Umsetzung eines vollständig BIM-gestützten Digitalen Zwillings am LUX-Pavillon der Hochschule Mainz
- Ziel: Durchgängiger Datenfluss von der Gebäudeautomation (GA) bis ins BIM-Modell
- Inhalte: Integration der Gebäudehülle, technischen Gebäudeausrüstung (TGA) und Automationsfunktionen
- Technologieeinsatz: Automatisierte Datenübertragung mit maschineller Unterstützung zur Reduktion manueller Prozesse
- Plattform: Zentrale, digitale Umgebung zur Visualisierung, Analyse und Optimierung von Gebäudebetrieb und -struktur
- Eigene Dashboards: Erstellung individueller Dashboards für Energieeffizienz, CO₂-Belastung, Raumklima u. v. m. zur datenbasierten Bewertung und Steuerung
- Stakeholder-Nutzen: Unterstützung der technischen Betriebsführung sowie des Facility- und Asset-Managements
- Mehrwert: Erhöhte Effizienz, Transparenz und Nachhaltigkeit im Betrieb von Bestandsgebäuden
Betreuung und Entwicklung des Mainzer Energiehauses
- Mobiler Showroom: Es handelt sich um ein mobiles "Tiny House" in umweltfreundlicher Holzbauweise, das als rollender Ausstellungsraum dient.Landeshauptstadt Mainz
- Kooperationsprojekt: Entwickelt von Studierenden der Hochschule Mainz in Zusammenarbeit mit den Mainzer Stadtwerken und der Mainzer Stiftung für Klimaschutz und Energieeffizienz.Landeshauptstadt Mainz
- Bildungszweck: Bietet Hausbesitzer:innen, Studierenden und Technikinteressierten praxisnahe Einblicke in moderne Lösungen zur energetischen Sanierung und Heiztechnik von Gebäuden.Landeshauptstadt Mainz
- Einsatz in der Wärmeplanung: Die Stadtverwaltung Mainz plant, das Energiehaus im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung zu nutzen.
Entwicklung von nachhaltigen, regenerativen Energiekonzepten von Gebäuden
- Kaiserslautern (Fa. Wipotek)
- Mainz (div. Projekte für Fa. Molitor und Fa. Gemünden wie ZDF Enterprice, Werner und Mertz)
- Ingelheim (div. Projekte für Fa. Molitor und Fa. Gemünden)
- Esslingen / Tübingen (Büro Bauumwelt / Beton Kemmler)
- Frankfurt
- Mainz (2. BA. Hochschule Mainz)
- Bad Dürkheim (ev. Kirche)
- Darmstadt (TSG 1846)
- Bingen (Fa. Löwenentertainment)
Entwicklung, Berechnung und Betreuung von Kalten Nahwärmenetzen
- Schifferstadt
- Mainz
- Esslingen
- Ingelheim
- Wiesbaden
- Darmstadt
- Sickingen
Energiemonitoring zur Energieeffizienzsteigerung mit smartTOM
- Verbandsgemeinde Grünstadtland
- TSB Bingen
- Fa. Ratioservice GmbH
- Fa. Gemünden
- Fa. Tenag GmbH
Anschrift/Lieferadresse
Energielabor
Raum H1.08
Holzstraße 36
55116 Mainz