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Creative En­t­re­­pre­neur­­ship

Hochschule Mainz erforscht Gründungen in Kultur- und Kreativwirtschaft
Das iuh – Institut für unternehmerisches Handeln der Hochschule Mainz hat zusammen mit dem Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz ein Forschungsprojekt zu Gründungen und Unternehmertum in der Kultur- und Kreativwirtschaft gestartet. Die Kultur- und Kreativwirtschaft umfasst diejenigen Branchen, die sich mit künstlerischen, kulturellen und kreativen Produkten und Dienstleistungen befassen. Hierunter fallen Kunst-, Buch-, Film- und Musikmarkt genauso wie die Gamesindustrie, Design und Architektur. Gründungen in diesen Branchen stehen bei Förderung und Finanzierung vor besonderen Herausforderungen, insbesondere in der Start-up-Phase. Das iuh – Institut für unternehmerisches Handeln der Hochschule Mainz erforscht solche sogenannten Creative Entrepreneure mit einer Onlineumfrage und möchte aus den Ergebnissen wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen für Politik und Wirtschaft entwickeln. Außerdem sollen Lehrformate erarbeitet werden, die für unternehmerisches Denken sensibilisieren und qualifizieren. Ein Netzwerk unter Förderinstitutionen und Akteursverbänden der Kultur- und Kreativwirtschaft und ein Symposium im Juni 2019 sollen die Ergebnisse nachhaltig in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus verbreiten. Professor Dr. Elmar D. Konrad und Max Höllen vom iuh sind seit mehreren Jahren in den Forschungsgebieten Entrepreneurship, Kultur- und Kreativwirtschaft sowie Kulturmanagement aktiv. Neben dem fachlichen Interesse werden sie von der Leidenschaft für Kunst, Kultur und Gründung angetrieben. Die Kooperation mit dem Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz wurde bereits in einer ersten Studie in den Jahren 2012/2013 erfolgreich erprobt. Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing begrüßt die Studie: „Gründungen in der Kultur- und Kreativwirtschaft sind für unsere Zukunft relevanter denn je! Ob Design Thinking oder agiles Projektmanagement, Virtual Reality oder Smart Cities, kreative Impulse oder kulturelle Standortaufwertung – als Teil einer innovativen und wachsenden Branche sind Sie die Wegbereiterinnen und Wegbereiter für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft und gesellschaftliche Veränderungen.“  

Teilnahme an der Online-Umfrage ist ab jetzt möglich.

Die Onlineumfrage richtet sich an Gründerinnen und Gründer, Selbständige sowie Unternehmerinnen und Unternehmer in künstlerischen, kulturellen und kreativen Branchen. Weitere Infos auf www.creative-entrepreneurship.de  

„Creative Entrepreneurship Rheinland-Pfalz“ – Hintergrund-Informationen

Projektmission

Gründerinnen  und Gründer in der  Kultur- und Kreativwirtschaft finden im Land Rheinland-Pfalz bedarfsorientierte Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten vor und können so erfolgreich ihr Potential für Beschäftigung, Wirtschaftswachstum, Innovation und Standortentwicklung schon ab der Start-up-Phase entfalten.

Projektbestandteile

Basierend auf einer umfangreichen Studie aus den Jahren 2012/2013 möchte das iuh – Institut für unternehmerisches Handeln der Hochschule Mainz die Auswirkungen von Finanzierungs- und Förderinstrumenten auf den Erfolg von Unternehmerinnen  und Unternehmern in der Kultur- und Kreativwirtschaft (sog. Creative oder Cultural Entrepreneure) ergründen. Das Projekt besteht aus folgenden drei Säulen:
  1. Wissenschaftliche Studie (Onlineumfrage und Interviews), aus der das Institut Handlungsempfehlungen sowie Qualifizierungsformate (Cultural Entrepreneurship Academy) entwickelt
  2. Branchenübergreifendes „Kultur- und Kreativwirtschaftsnetzwerk“, das sich auf der Plattform www.creative-entrepreneurship.de präsentiert
  3. Symposium „Kultur- und Kreativwirtschaftstag Rheinland-Pfalz“ (Arbeitstitel) im Juni 2019, um die Ergebnisse der Studie zu präsentieren und zu diskutieren. Weitere Maßnahmen sollen hier initiiert werden.

Wir suchen noch nach Kooperationspartnerinnen und -partnern für das Netzwerk

Bisher im Boot: Descom Designforum Rheinland-Pfalz, Film- und Medienforum Rheinland-Pfalz, Game Up! Rheinland-Pfalz, Kulturbüro Rheinland-Pfalz, LAG Rock & Pop Rheinland-Pfalz, Ideenwald Crowdfunding, Gründungsbüro Kaiserslautern, Kreativer Raum Koblenz, die Kreativen Trier, Wirtschaftsförderung Trier, Bundesverband freiberuflicher Kulturwissenschaftler, Kreativsonar, Kontrastfilm (Tidi von Tiedemann als rheinland-pfälzischer Fellow) Was wird im Netzwerk getan?
  • Weiterleitung der Studie und Veranstaltungshinweise
  • Beiträge (Vorträge, Workshops, Podiumsteilnehmerinnen und -teilnehmer) für das Symposium
  • Etablierung eines Runden Tisches, der sich regelmäßig digital austauscht und analog trifft
  • Gemeinsame Arbeitsplattform

Hintergrund: Die Kultur- und Kreativwirtschaft

Nachdem die Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ vor zehn Jahren die Kultur- und Kreativwirtschaft in den Kulturdiskurs eingebracht und somit einen sozialen und wirtschaftlichen Kulturbegriff eingeleitet hat, ist viel geschehen: Initiativen wurden gestartet, Förderprogramme aufgesetzt und Berichte verfasst. In Deutschland werden folgende 11 Teilmärkte unter der Kultur- und Kreativwirtschaft zusammengefasst:
  1. Kunstmarkt
  2. Buchmarkt
  3. Markt für Darstellenden Künste
  4. Musikwirtschaft
  5. Filmwirtschaft
  6. Rundfunkwirtschaft
  7. Pressemarkt
  8. Architekturmarkt
  9. Designwirtschaft
  10. Werbemarkt
  11. Software- und Gamesindustrie
In Rheinland-Pfalz ist die Kultur- und Kreativwirtschaft sehr stark präsent: Fast 10.000 Betriebe sorgen für über 4 Milliarden Euro Umsatz im Jahr. Hier wäre der Medienstandort und die Gutenbergstadt Mainz mit dem renommierten Fachbereich Gestaltung an der Hochschule Mainz zu nennen. In Trier befindet sich mit der Hochschule eine wichtige Kaderschmiede für die Gamesbranche. Koblenz und Kaiserslautern warten mit technisch gut ausgebildeten „Hidden Champions“ auf. Darüber hinaus ist der ländliche Raum in Rheinland-Pfalz von vielen Selbstständigen in künstlerisch und kreativ orientierten Berufen geprägt. In Rheinland-Pfalz spielen außerdem das Kunsthandwerk und kulturwissenschaftliche/kulturmanageriale Dienstleistungen eine Rolle. Grundsätzlich handelt es sich um erwerbswirtschaftliche Tätigkeiten, doch in der Praxis vermischen sich häufig öffentlicher, privat-kommerzieller und privatrechtlich-gemeinnütziger Sektor. In der Forschungsrichtung Creative/Cultural Entrepreneurship hat sich daher die Beschreibung von unternehmerischem Handeln etabliert – denn unternehmerisch agieren müssen heute öffentliche, gemeinnützige und wirtschaftliche Kulturschaffende gleichermaßen.  

Kontakt

Professor Dr. Elmar D. Konrad
Projektleiter
06131 628-3610
elmar.konrad (at) hs-mainz.de Max Höllen
M. A.
Projektmanager
06131 628-3620
max.hoellen (at) hs-mainz.de